Aalto-Musiktheater

Spielzeit 2016/2017: Wiederaufnahmen

Musikdrama von Richard Wagner
Mit Übertiteln

Musikalische Leitung Frank Beermann
Inszenierung Barrie Kosky
Bühne und Licht Klaus Grünberg
Kostüme Alfred Mayerhofer
Choreinstudierung Jens Bingert
Wiederaufnahme am 25. Februar 2017
Vorstellungen & Tickets in der Spielzeit 2016/2017
Sa 25. 02. 2017 18:00 - 22:45 Uhr
So 05. 03. 2017 16:30 - 21:15 Uhr
Sa 18. 03. 2017 18:00 - 22:45 Uhr

“In des Welt-Atems wehendem All – ertrinken, versinken – unbewusst – höchste Lust!”

Mit diesen Worten Isoldes endet das Musikdrama – jene tragische, dem keltischen Sagenkreis entstammende Liebesgeschichte, hier in “unendliche” Melodien gefasst.
“Da ich nun aber doch im Leben nie das eigentliche Glück der Liebe genossen habe, so will ich diesem schönsten aller Träume noch ein Denkmal setzen, in dem von Anfang bis zum Ende diese Liebe sich einmal so recht sättigen soll”, schrieb Wagner 1854 an Franz Liszt während seiner stürmischen Affäre mit der Kaufmannsfrau Mathilde Wesendonck. Diese Beziehung beeinflusste auch seine Arbeit am “Tristan”, die er mit Unterbrechungen 1859 abschloss. Die erst im Juni 1865 im Münchner Hoftheater stattfindende Uraufführung wurde ein beachtlicher Erfolg. Aufsehen erregte dabei auch die musikalische Gestaltung, die sich mit ihren dissonanten unaufgelösten Akkorden an der Grenze zur Tonalität befindet.
Tristan bringt Isolde zu seinem Onkel und Herrn König Marke, der sie heiraten will. Tristan, der einst Isoldes Verlobten erschlagen hat, liebt die junge Frau, und sie liebt ihn. Nur ein Gifttrank scheint die Lösung zu sein. Doch statt des todbringenden Getränks nehmen sie (versehentlich) einen Liebestrank zu sich – das Drama nimmt seinen Lauf… die Liebe kann ihre Erfüllung erst im Tod finden.
“,Tristan und Isolde’ ist eine Fuge der Sinne. Sie kosten die Liebe durch einen Zaubertrank. Sie sprechen Worte aus, die nicht ausgesprochen werden können. Sie erblicken einander. Sie berühren einander. Sie hören den Klang ihrer eigenen Ekstase und Qual. Keine andere Oper stellt eine solch extreme kontrapunktische Vermittlung der Sinne dar.” (Barrie Kosky)
Gefördert von der Alfred und Cläre Pott-Stiftung.