Aalto-Musiktheater

Mitarbeiter: Leitung

Geboren 1963 in München. 1984 Beginn der Ausbildung an der Staatlichen Fachakademie für Fotodesign, danach Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Berlin.
1985/86 Kinderfilm „Die Abenteuer des Tobias Schraube“ (1987 auf Berlinale vorgestellt). 1986-1989 Regieassistenz an den Münchner Kammerspielen bei Dieter Dorn und Hans Lietzau, 1989 erste eigene Inszenierung „Die Minderleister“ von Peter Turrini im Werkraum der Münchner Kammerspiele, wofür er den Regiepreis der Bayrischen Theatertage 1990 erhält.
Weitere Inszenierungen u. a.: 1992 „Die Jungfrau von Orleans“ von Friedrich Schiller am schauspielfrankfurt (Kammerspiel); ab 1993 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg „Kritik in Festung“ (UA) von Rainald Goetz, 1994 „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing und „Der Jude von Malta“ von Christopher Marlowe, 1995 „Don Carlos“, 1996 Fassbinders „Katzelmacher“ und „Malaria“, 1998 „Krieg. Hamburger Fassung“ von Rainald Goetz und „Familiengeschichten. Belgrad“ (DSE) von Biljana Srbljanovic. Während dieser Zeit Gast-Dozent an der Universität Hamburg für den Studiengang Schauspielregie. Außerdem 1997 am Residenztheater München „Das Käthchen von Heilbronn“ von Heinrich von Kleist und 1999 „Don Juan und Faust“ von Christian Dietrich Grabbe.
Am Aalto-Musiktheater Essen inszeniert er 1999 seine erste Oper: Giuseppe Verdis „Rigoletto“, 2000 dort auch Richard Wagners „Lohengrin“. Ebenfalls 2000 inszeniert er „Blut“ von Sergej Belbel am Volkstheater Wien, wofür er den „Karl-Skraup-Preis“ 2001 erhält und für den „Nestroy“ nominiert wird. 2001-2003 Oberspielleiter am schauspielfrankfurt. 2001 „Baumeister Solness“ am Schauspielhannover, „Wallenstein“ am Residenztheater München; 2002 „Hamlet“ von William Shakespeare am schauspielfrankfurt. Am Aalto-Musiktheater Essen 2003 Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ und 2004 „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss. In der Spielzeit 2004/05 „Sommergäste“ am schauspielhannover, „Zu ebener Erde und erster Stock“ von Johann Nestroy am Wiener Burgtheater und „Die Wildente“ von Henrik Ibsen am schauspielfrankfurt als Koproduktion mit dem Schauspiel Essen. Im Dezember 2006 „Tiefland“ von Eugen d’Albert an der Oper Frankfurt. Mit „Siegfried“ im Oktober 2009 erneute Arbeit am am Aalto-Musiktheater Essen.

Von 2005-2010 Intendant des Schauspiel Essen: 2005 „Ambrosia“ (UA) von Roland Schimmelpfennig, 2006 Friedrich Hebbels „Die Nibelungen“ und „Othello“ von William Shakespeare und 2007 Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ sowie „Blütenträume“ (UA) von Lutz Hübner. 2008 führte er Regie u. a. bei der Uraufführung von Roland Schimmelpfennigs „Die Arabische Nacht“ als Opernbearbeitung von Christian Jost (Koproduktion mit dem Aalto-Musiktheater/Musikalische Leitung: Stefan Soltez). In der Spielzeit 2008/09 inszenierte er für die Grillo-Bühne u. a. „Don Carlos“ von Friedrich Schiller. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist Anselm Weber Intendant des Schauspielhauses Bochum.

Auszeichnungen u. a.:
- 1990 Regiepreis der Bayerischen Theatertage für die Inszenierung „Die Minderleister“ von Peter Turrini
- 1992 Preis für Nachwuchsregie der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste Frankfurt im Rahmen der Vergabe des Gertrud-Eysoldt-Ringes
- 2000 Nominierung für den „Nestroy“ für „Blut“ von Sergi Belbel
- 2001 Karl-Skraup-Preis des Wiener Volkstheaters für „Blut“ von Sergi Belbel

Aktuelle Produktionen
Der Rosenkavalier